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Rettungstauchen

Fachausbildung Rettungstauchen in der DRK Wasserwacht

Die Rettungstaucher der Wasserwacht werden zur Suche, Rettung oder Bergung von Verunglückten benötigt, wenn Rettungsschwimmer und Motorboote alleine nicht mehr ausreichen. Auch die Bergung von Fahrzeugen, Müll und gefährlichen Gütern aus dem Wasser gehören zu den Aufgaben von Rettungstauchern. Oftmals ist das eine harte Arbeit unter sehr schwierigen Bedingungen. Die Taucher im Wasserrettungseinsatz sind aufgrund der schwierigen äußeren Bedingungen unter Wasser (hoher Wasserdruck, schlechte Sicht, niedrige Wassertemperaturen) einer ständigen psychischen Belastung ausgesetzt. Dies trifft erst Recht zu, wenn es um die Rettung oder Bergung von Personen geht. Rettungstaucher können nur die körperlich und psychisch leistungsfähigsten aktiven Mitglieder der Wasserwacht werden. Um den harten Anforderungen, die die Einsätze an die Taucher stellen gerecht zu werden, ist eine i.d.R. 1-2 Jahre andauernde Ausbildung, mit anschließender theoretischer und praktischer Prüfung, sowie ständiges praktisches Training nötig. Wer die geforderte Zahl an jährlich abzulegenden Tauchgängen nicht erreicht, verliert seinen Rettungstauchschein.

1. Ausbildung Tauchen

Voraussetzung für die Ausbildung zum Taucher im Rettungsdienst ist das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Silber. Des weiteren werden die Sanitätsausbildung A, B und C verlangt. Die Taucher des Deutschen Roten Kreuzes werden von eigenen Lehrkräften zum Taucher im Rettungsdienst geführt. Die Ausbildung zum Taucher im Rettungsdienst umfasst 105 Unterrichtseinheiten in Theorie und Praxis und muss spätestens innerhalb von 24 Monaten abgeschlossen sein. Dieser beinhaltet die theoretische Ausbildung, sowie die Pool- und Freiwasserausbildung. Jedes dieser Teilgebiete wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Die Ausbildung zum Taucher im Rettungsdienst des Roten Kreuzes findet nach der GUV R 2101 statt. Anhand dieser Vorschrift ist für die Taucher die jährliche Untersuchung G 31-Überdruck für den Erhalt der Qualifikation Pflicht. Auch sind mindestens 10 Tauchgänge mit einer Gesamttauchzeit von mehr als 300 Minuten zu absolvieren. Die einzuhaltenden Sicherheitsregeln werden schon bei der Ausbildung streng beachtet. Die Taucher im Rettungsdienst absolvieren Ihre Tauchgänge nur an einer Sicherheitsleine mit einem ausgebildeten Signalmann.

Die Zugangsvoraussetzungen können aus der Ausbildungs- und Prüfungsvorschrift - Tauchen der Wasserwacht entnommen werden.

2. Signalmann

Der Signalmann arbeitet auf Anweisung des Taucheinsatzleiters. Er ist für die Sicherheit des Tauchers voll verantwortlich. Zu seinen Aufgaben gehört es u.a. :

Kontrolle des Tauchers vor Tauchbeginn

  • auf Vollzähligkeit der Ausrüstung
  • Funktionsfähigkeit der Ausrüstung

Leinenführung während des Tauchgangs

  • über eine Signalleine hält der Signalmann den Kontakt zum Taucher
  • dirigiert den Taucher zu seinen Einsatzgebiet mittels Leinenzugzeichen

Ablegen der Tauchausrüstung

  • Kontrolle der Ausrüstung auf Vollzähligkeit

3. Taucher im Rettungsdienst

Der Taucher arbeitet auf Anweisung des Taucheinsatzleiters. Er ist für die Erfüllung der Aufgaben welche durch den Taucheinsatzleiter gestellt werden verantwortlich. Zu seinen Aufgaben gehört es u.a.:

Kontrolle vor Tauchbeginn

  • auf Vollzähligkeit der Ausrüstung
  • Funktionsfähigkeit der Ausrüstung

Suchaufgaben/Bergung während des Tauchgangs

  • über eine Signalleine hält der Taucher den Kontakt zum Leinenführer

Ablegen der Tauchausrüstung

  • Kontrolle auf Vollzähligkeit und Funktionsfähigkeit der Ausrüstung

4. Taucheinsatzführer

Taucheinsatzlführer ist ein geprüfter Taucher, der für die Durchführung von Tauchgängen verantwortlich ist. Er sollte nach Möglichkeit immer ein erfahrener Taucher herangezogen werden. Der TEFü ist für das Einsatzgeschehen im Bereich Rettungstauchen verantwortlich. Er hält Kontakt zu seinem zuständigen Wasserwacht-Einsatzleiter.

5. Lehrkräfte für Taucher im Rettungsdienst

Lehrkräfte für Taucher im Rettungsdienst sind Ausbilder, welche Signalmann und Taucher im Rettungsdienst ausbilden und entsprechend der GUV R 2101 fort- und weiterbilden, sowie die notwendigen Prüfungen abnehmen. Mit dem jährlichen Nachweis der Fortbildung sind sie für ihre umfangreiche, verantwortungsvolle und interessante, Tätigkeit gerüstet.