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Rettungsschwimmen

Fachausbildung Rettungsschwimmen - Richtig Retten...

...will gelernt sein. Deshalb bildet die Wasserwacht nicht nur Ihre eigenen Mitglieder im Rettungsschwimmen aus, sondern unterrichtet auch interessierte Bürger.

Ziel der Rettungsschwimmausbildung ist neben verschiedenen Techniken zum Transport eines Verunglückten im Wasser und das anschliessende An-Land-Bringen vor allem die Einschätzung von Risiken und Gefahren für den Retter. Leider bezahlte schon mancher Retter seine Hilfsbereitschaft mit der eigenen Gesundheit oder gar dem Leben - dass muss aber nicht sein, wenn man richtig an eine Rettungsaktion herangeht.

Wenn Sie Interesse an einer Ausbildung zum Rettungsschwimmer haben, so informieren Sie sich bei Ihrer örtlichen Wasserwacht. Kurstermine und Ankündigungen hängen zumeist auch in den von der Wasserwacht betreuten öffentlichen Badeanstalten aus.

Am Ende eines solchen Kurses steht die Prüfung nach den Richtlinien des Deutschen Rettungsschwimm Abzeichens (DRSA).

Deutsches Rettungsschwimmabzeichen des Deutschen Roten Kreuzes

Das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen wird in drei Leistungsstufen, Bronze, Silber und Gold vergeben. In den Stufen Silber und Gold gilt das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen als Ehrenzeichen gemäß dem Ordensgesetz.
Für alle Abzeichen müssen theoretische und einem praktische Leistungen erbracht werden.
Die örtlichen Wasserwachten bieten regelmäßig auch Kurse für Nicht-Mitglieder an - informieren Sie sich darüber bitte bei Ihrer Wasserwachtgemeinschaft vor Ort.

Deutsches Rettungsschwimmabzeichen Bronze

Voraussetzungen
- mindestens 12 Jahre
- gute Schwimmfertigkeiten- körperliche und geistige Eignung

Theorieprüfung
umfasst den Nachweis folgender Kenntnisse:
• Gefahren am und im Wasser
• Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen (Selbst- und Fremdrettung)
• Atmung und Blutkreislauf
• Hilfe bei Verletzungen und Ertrinkungsunfällen, Hitze- und Kälteschäden, Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW)
• Aufgaben der Wasserwacht

Praxisprüfung
• 200 m Schwimmen max. 10 Minuten, davon 100 m in Bauchlage und 100 m in Rückenlage Grätschschwung ohne Einsatz der Arme
• 100 m Schwimmen in Kleidung max. 4 Minuten, anschließend im Wasser entkleiden
• 3 verschiedene Sprünge vom 1 m Brett
• 15 m Streckentauchen
• 2 mal Tieftauchen, einmal Kopfwerts, einmal Fußwerts in 3 Minuten mit Heraufholen von 5 kg  Tauchring oder ähnlichem.
• 50 m Transportschwimmen: Schieben oder Ziehen
• Befreiungsgriffe
• 50 m Schleppen, davon 25 m Kopf- oder Achselgriff und 25 m Standard-Fesselschleppgriff
• Kombinierte Übung, 20 m Anschwimmen in Bauchlage nach 10 m Heraufholen 5 Kg Tauchring, Ring fallen lassen, weiter schwimmen, dann 20 m Schleppen eines Partners
• Anlandbringen
• HLW Vorführung

Deutsches Rettungsschwimmabzeichen Silber

Voraussetzungen
- mindestens 15 Jahre
-Möglichst Besitz des DRSA Bronze (Empfehlung) Sonst eine verlängerte und vertiefte Ausbildung für das DRSA Silber unerlässlich
- Nachweis der EH-Kenntnisse gemäß 4.2   Ausführungsbestimmungen für Rettungsschwimmprüfungen
- körperliche und geistige Eignung

Theorieprüfung
Umfasst den Nachweis folgender Kenntnisse:
• Gefahren am und im Wasser
• Rettungsgeräte
• Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen (Selbst- und Fremdrettung)
• Vermeidung von Umklammerungen
• Erste Hilfe (EH)
• Rechte und Pflichten bei Hilfeleistungen
• Aufgaben und Tätigkeiten der Wasserwacht

Praxisprüfung
• 400 m Schwimmen in höchstens 15 Minuten, davon 50 m Kraulschwimmen, 150 m Brustschwimmen und 200 m in Rückenlage mit Grätschschlag ohne Armtätigkeit • 300 m Schwimmen in Kleidung in höchstens 12 Minuten, anschließend im Wasser entkleiden
• Sprung aus 3 m Höhe
• 25 m Streckentauchen
• dreimal Tieftauchen von der Wasseroberfläche, zweimal kopfwärts und einmal fußwärts innerhalb von 3 Minuten, mit dreimaligem Heraufholen eines 5-kg-Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes aus einer Wassertiefe zwischen 3 m und 5 m
• Nachweis der Kenntnisse zur Vermeidung von Umklammerungen sowie Fertigkeiten zur Befreiung aus Halsklammerung von hinten und Halswürgegriff von hinten.
• 50 m Schleppen in höchstens 4 Minuten, beide Partner in Kleidung, je ½ Strecke mit Kopf- oder Achselgriff und einem Fesselschleppgriff (Schleppgriff nach Flaig oder Seemannsgriff)
• Nachweis der Kenntnisse von Atmung und Blutkreislauf sowie Durchführung der Wiederbelebung
• Kombinierte Übung die ohne Pause in der angegebenen Reihenfolge zu erfüllen ist: 20 m Anschwimmen in Bauchlage, Abtauchen auf 3-5 m Wassertiefe und Heraufholen eines 5-kg-Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes, diesen anschließend fallen lassen, Lösen aus einer Umklammerung durch einen Befreiungsgriff, 25 m Schleppen eines Partners, Anlandbringen des Geretteten, 3 Minuten Vorführen der Wiederbelebung

Deutsches Rettungsschwimmabzeichen Gold

Voraussetzungen
- mindestens 16 Jahre
- Besitz einer Bescheinigung über die Sporttauglichkeit (nicht älter als ein Jahr)
- Nachweis des Erwerbs des DRSA Silber
- Nachweis der EH
-Grundausbildung gemäß 4.2

Theorieprüfung
umfasst den Nachweis folgender Kenntnisse:
• Vermeidung von Umklammerungen
• Erste Hilfe
• Aufgaben und Tätigkeiten der Wasserwacht unter besonderer Berücksichtigung des Wasserrettungsdienstes

Praxisprüfung
• 300 m Flossenschwimmen max. 6 Minuten, davon 250 m Bauch- oder Seitenlage, dann 50 m Schleppen, Partner in Kleidung (Kopf- oder Achselgriff) • 300 m Kleiderschwimmen, max. 9 Minuten, anschließend im Wasser entkleiden • 100 m Schwimmen, max. 100 Sekunden
• 30 m Streckentauchen, mit Aufsammeln von 10 kleinen Ringen, die auf 20 m in einer 2 m breiten Gasse verteilt sind, 8 müssen mindestens aufgesammelt werden
• 3 mal Tieftauchen in Kleidung, max. 3 Minuten, Kopfsprung, Kopfwerts, Fußwerts, Heraufholen von zwei 5 kg Tauchringen, die ca. 3 m von einander entfernt liegen
• 50 m Transportschwimmen, beide in Kleidung, Schieben oder Ziehen max. 90 Sekunden
• Befreiungsgriffe
• Kombinierte Übung, beide in Kleidung 25 m Schwimmen in max. 30 Sekunden, Heraufholen 5 kg Tauchring, Ring fallen lassen, Befreiungsgriff, 25 m Schleppen mit einem Fesselschleppgriff max. 60 Sekunden, Anlandbringen, 3 Minuten HLW • 6 mal Rettungsball und -Leinenzielwurf 12 Meter, max. 5 Minuten, mind. 4 Treffer, Retten mit Rettungsgurt und Leine als Schwimmer und Leinenführer • Handhabung gebräuchlicher Hilfsmittel zur HLW