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Luftrettung

Konzeption der hubschraubergestützten Wasserrettung


Aus den Erfahrungen der vergangenen Hochwasser “Pfingsten 1999 in Bayern” und dem Hochwasser an der Elbe 2002 kam die Idee zu einer Zusammenarbeit mit der Luftrettung der Bundeswehr. Wasserwacht und Bundeswehr haben in den Einsätzen gezeigt, dass sie in der praktischen Zusammenarbeit gut harmonieren. In der Nachbearbeitung haben wir festgestellt, dass die Rettung aus dem Hochwasser sprich aus fließendem Gewässer noch ausgefeilt werden muss.

Bereits in der Ausbildung zum Wasserretter spielt die Rettung aus fließendem Gewässer eine große Rolle. Aus dem Bereich der Arbeitsgruppe Canyonrettung kamen die ersten Konzepte.

Schnell konnten die Ausbilder der Wasserwacht-Bayern feststellen, dass die Rettung mit Hubschraubern gerade bei fließenden Gewässern im Hochwassergebiet eine neue Herausforderung bedeutet. Dies war die Geburtstunde der Arbeitsgruppe Luftrettung der Wasserwacht-Bayern. Als Partner konnte die Bundeswehr und die Polizei gefunden werden.

In mühevoller Kleinarbeit gelang es Ingo Roeske und seinen Ausbildern das Konzept der Luftrettung aus fließenden Gewässern nun in der praktischen Arbeit am Helikopter zu verfeinern. Von der Besatzung des Helikopters wird, vom Piloten über den Bordmechaniker bis hin zum Wasserretter der sich an der Winsch befindet und eine im Wasser treibende Person retten muss, Präzissionsarbeit abverlangt. Auf jeden Zentimeter kommt es an, ebenso auf die Fließgeschwindigkeit des Wassers aber auch auf die thermischen Verhältnisse die in jedem Einsatzgebiet verschieden sind und sich von Minute zu Minute verändern kann.

Die ersten Lehrvorführung fand im August 2003 in Wackerstein statt. Neben der Rettung aus dem Wasser wurde die von einem extra aufgebauten Turm gerettet. Diese Übungseinheit ist im Ernstfall auch von einem Gebäude aus möglich. Als weitere Entwicklungsschritte wurden durch die Wasserwacht in Bayern Multiplikatoren bundesweit ausgebildet.
(Quelle: AquA_Magazin_4_2003)

Seit 2005 konnte ein zusätzliches Aufgabenfeld akquiriert werden. Die hubschraubergestützet Wasserrettung (HgWR) ist ein Konzept welches durch das Deutsche Rote Kreuz entwicklet wurden. Gemeinsam mit der Bundespolizei werden bundesweit Luftretter für den Einsatz bei Großschadenslagen ausgebildet.

Lufttretter in der Wasserwacht kommen hauptsächlich zum Einsatz zur:

  • Evakuierung von Personen aus fließenden und stehenden Gewässern, aus Gebäuden im Hochwassergebiet
  • sanitätsdienstliche Versorgung von eingeschlossenen Personen
  • Rettung aus im Eis eingebrochenen Personen
  • Erstversorgung
  • autarkes Agieren abgesetzt vom Hubschrauber im Wasser

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Luftretter:

  • Aktives Mitglied in der Wasserwacht
  • DRSA Silber nicht älter als 1 Jahr
  • Abgeschlossene Ausbildung SAN A/B/C Wasserwacht
  • Im Katastrophenfall Freistellung vom Arbeitgeber oder kurzfristig abkömmlich
  • Schwindelfrei, keine Höhenangst
  • Gewicht nicht größer als 90 kg
  • Bereitschaft, 2 Werktage für die Ausbildung zur Verfügung zu stehen